John Adams: A Portrait and a Concert of American Music [DVD] [Import]

John Adams: A Portrait and a Concert of American Music [DVD] [Import]

5004円

John Adams: A Portrait and a Concert of American Music [DVD] [Import]

John Adams: A Portrait and a Concert of American Music [DVD] [Import]:30年以上にわたり、私たちのコレクションは私たちのすべての日用品によって厳選されてきました。 Die ersten zehn Jahre seit seiner ersten, von ihm als gültig erachteten Komposition interessieren mich am allerwenigsten bei John Adams. Solche Sachen wie "Harmonielehre" oder "Harmonium" locken mich kaum, aber die spielen in diesem 52-minütigen Portrait auch weniger eine Rolle. Wichtige turning points in seiner kreativen Sozialisation waren architektonische Muster in Florenz, in denen quasi die Wiederholung abgefeiert wird, die Begegnung mit "Drumming" von Steve Reich sowie unter umgekehrten Vorzeichen die Avantgarde, die auf der Uni als einzige Alternative gepredigt wurde - und von dieser wollte sich Adams schon früh instinktiv absetzen. Er hält Berio, Stockhausen und Boulez übrigens für einen Irrweg, zumindest aus Sicht eines Menschen im Jahr 2200. Eine schwierige Aussage, man muss das nicht teilen, aber die Klangsprache von John Adams hat sich spätestens seit dem Violinkonzert (das merkwürdigerweise unerwähnt bleibt) in eine interessante Richtung entwickelt, die den Minimalismus weit hinter sich lässt, mit ihm nichts mehr zu tun hat, gar nichts. Adams erzählt von seiner Kindheit, seinem Elternhaus, den Konzerten vor psychisch Kranken, die bei jedem Geigenton in Tränen ausbrachen, er spricht vor Studenten (und sieht so realschullehrermäßig aus in seiner Jeans), geht mit seinem Hund spazieren, und dann sehen wir vor allem Ausschnitte aus seinen beiden ersten erstaunlichen Opernerfolgen und aus "El Nino". Peter Sellars kommt ausführlicher zu Wort, Alice Goodmann (die Librettistin, die in den 90ern zur Priesterin wurde) und Michael Tilson Thomas, der von den dreien noch am wenigsten mitzuteilen hat. Ein runder Film, der nicht alles Wesentliche abdeckt, der jedoch ein stimmiges Bild dieser Komponistenpersönlichkeit vermittelt. Der Mann ist einfach sympathisch. Ein Schwerpunkt bildet "Death of Klinghoffer", auch wegen der sehr kritischen Rezeption damals und nach dem 11. September. Schon nach der Lektüre eines sehr langen, vom Englischen übersetzten Interviews in den MusikTexten war mir klar: Der Mann weiß, was er tut. Und er kann sich mitteilen. Von Elfenbeinturm keine Spur. Das Gegenteil von Egomanie, ein freundlicher Mensch. Vermutlich auch ein guter Pädagoge.Aber die DVD würde sich keiner zulegen ohne das über achtzigminütige Konzert. Nur zwei Dinge fallen hier leicht negativ auf: Die Krawatten der männlichen Ensemblespieler sind nicht immer geschmackvoll, und Jonathan Nott sieht aus wie ein braver Bankangestellter in mittlerer Gehaltsstufe. Instrumentalisten und Dirigenten sollten keine Zweireiher mit Krawatten tragen, das sieht einfach nicht gut aus. Das zweite Manko, doch auch das kann man übersehen, ist eine nächtliche, von Auto- und Straßenlampenlicht aufgenommene Szenerie vor dem Konzerthaus in mehrfacher Beschleunigung - die Wagen huschen und halten, während Steve Reichs "Eight Lines" für 14 Spieler den Hörer auf die Probe stellt. Warum dieser Blick nach draußen? Reich wollte kein Verkehrsgewusel vertonen, doch offenbar war der Regisseur in Verlegenheit und wollte mal etwas anderes zeigen als das kleine Orchester. So etwas wäre wirklich nicht nötig gewesen. Aber diese Einstellung, die drei Mal auszuhalten ist, muss man nicht allzu lange hinnehmen.Das Gute ist natürlich die Musik. Steve Reichs Werk sollte man nicht zu bewusst hören, sondern als Klangfluss wahr nehmen, in dem sich andauernd Details verändern, das große Ganze bleibt jedoch gleich. Eher eine Skulptur, von mir aus auch ein Klangband, gleichfalls nicht ein von motivischen Ereignissen geprägtes Gebilde. Es mag spieltechnisch keine hohen Anforderungen stellen, aber einer der beiden Pianisten kommt dann doch ins Schwitzen. Die beiden Nancarrow-Transkriptionen halte ich für besser, weil farbiger als die Originale für Player Piano. Endlich verstehe ich das Zeug! Dann natürlich der doppelte John Adams, zwei Werke aus seiner späteren Phase, verständliche Musik, aber nicht neoromantisch, schon gar nicht minimalistisch und gewiss nicht heiter (Steve Reich ist auch nie heiter, auch wenn es manchmal so scheint), obwohl der Tonfall eher leichter ist. "Gnarly Buttons", das Klarinettenkonzert, ist eine Mixtur aus allem möglichen und doch kein Wechselbad. Verschiedene Stile oder Andeutungen sind hier eingedampft, als Polystilistik darf man sich das trotzdem nicht vorstellen. Nachvollziehbare Musik, die trotzdem Gewicht hat, wenngleich ich jetzt nicht sagen würde, dass man eine Bildungslücke hätte, wenn man es nicht kennt. Beim "Chamber Concerto" vermag ich den Bezug zu Schönberg, von der Besetzung einmal abgesehen, nicht zu erkennen. Zu Carl Stalling oder Scott Bradley schon eher, doch im Grunde schafft Adams aus diesen Bezügen etwas anderes. Für Menschen mit Bedenken gegenüber Neue Musik ist das "Chamber Concerto" durchaus gewöhnungsbedürftig, und auch wenn der letzte Satz "Road Runner" heißt, denkt man nicht unbedingt gleich an Zeichentrick-Vorabende aus der Kindheit. Ansonsten ist das Konzert sehr gut gefilmt, die Einstellungen passen, der Schnitt ist einwandfrei, der Ton lässt keine Wünsche offen. Das Erleben ist ein anderes, wenn man die Musiker beim Töneerzeugen anschauen kann. Man verfolgt das intensiver, hört es nicht nebenbei. Dafür würde ich eine CD natürlich öfter einlegen.低価格化,ランキングtop5,送料無料John Adams: A Portrait and a Concert of American Music [DVD] [Import]

画像ピックアップ!

John Adams: A Portrait and a Concert of American Music [DVD] [Import]

John Adams: A Portrait and a Concert of American Music [DVD] [Import]:30年以上にわたり、私たちのコレクションは私たちのすべての日用品によって厳選されてきました。 Die ersten zehn Jahre seit seiner ersten, von ihm als gültig erachteten Komposition interessieren mich am allerwenigsten bei John Adams. Solche Sachen wie "Harmonielehre" oder "Harmonium" locken mich kaum, aber die spielen in diesem 52-minütigen Portrait auch weniger eine Rolle. Wichtige turning points in seiner kreativen Sozialisation waren architektonische Muster in Florenz, in denen quasi die Wiederholung abgefeiert wird, die Begegnung mit "Drumming" von Steve Reich sowie unter umgekehrten Vorzeichen die Avantgarde, die auf der Uni als einzige Alternative gepredigt wurde - und von dieser wollte sich Adams schon früh instinktiv absetzen. Er hält Berio, Stockhausen und Boulez übrigens für einen Irrweg, zumindest aus Sicht eines Menschen im Jahr 2200. Eine schwierige Aussage, man muss das nicht teilen, aber die Klangsprache von John Adams hat sich spätestens seit dem Violinkonzert (das merkwürdigerweise unerwähnt bleibt) in eine interessante Richtung entwickelt, die den Minimalismus weit hinter sich lässt, mit ihm nichts mehr zu tun hat, gar nichts. Adams erzählt von seiner Kindheit, seinem Elternhaus, den Konzerten vor psychisch Kranken, die bei jedem Geigenton in Tränen ausbrachen, er spricht vor Studenten (und sieht so realschullehrermäßig aus in seiner Jeans), geht mit seinem Hund spazieren, und dann sehen wir vor allem Ausschnitte aus seinen beiden ersten erstaunlichen Opernerfolgen und aus "El Nino". Peter Sellars kommt ausführlicher zu Wort, Alice Goodmann (die Librettistin, die in den 90ern zur Priesterin wurde) und Michael Tilson Thomas, der von den dreien noch am wenigsten mitzuteilen hat. Ein runder Film, der nicht alles Wesentliche abdeckt, der jedoch ein stimmiges Bild dieser Komponistenpersönlichkeit vermittelt. Der Mann ist einfach sympathisch. Ein Schwerpunkt bildet "Death of Klinghoffer", auch wegen der sehr kritischen Rezeption damals und nach dem 11. September. Schon nach der Lektüre eines sehr langen, vom Englischen übersetzten Interviews in den MusikTexten war mir klar: Der Mann weiß, was er tut. Und er kann sich mitteilen. Von Elfenbeinturm keine Spur. Das Gegenteil von Egomanie, ein freundlicher Mensch. Vermutlich auch ein guter Pädagoge.Aber die DVD würde sich keiner zulegen ohne das über achtzigminütige Konzert. Nur zwei Dinge fallen hier leicht negativ auf: Die Krawatten der männlichen Ensemblespieler sind nicht immer geschmackvoll, und Jonathan Nott sieht aus wie ein braver Bankangestellter in mittlerer Gehaltsstufe. Instrumentalisten und Dirigenten sollten keine Zweireiher mit Krawatten tragen, das sieht einfach nicht gut aus. Das zweite Manko, doch auch das kann man übersehen, ist eine nächtliche, von Auto- und Straßenlampenlicht aufgenommene Szenerie vor dem Konzerthaus in mehrfacher Beschleunigung - die Wagen huschen und halten, während Steve Reichs "Eight Lines" für 14 Spieler den Hörer auf die Probe stellt. Warum dieser Blick nach draußen? Reich wollte kein Verkehrsgewusel vertonen, doch offenbar war der Regisseur in Verlegenheit und wollte mal etwas anderes zeigen als das kleine Orchester. So etwas wäre wirklich nicht nötig gewesen. Aber diese Einstellung, die drei Mal auszuhalten ist, muss man nicht allzu lange hinnehmen.Das Gute ist natürlich die Musik. Steve Reichs Werk sollte man nicht zu bewusst hören, sondern als Klangfluss wahr nehmen, in dem sich andauernd Details verändern, das große Ganze bleibt jedoch gleich. Eher eine Skulptur, von mir aus auch ein Klangband, gleichfalls nicht ein von motivischen Ereignissen geprägtes Gebilde. Es mag spieltechnisch keine hohen Anforderungen stellen, aber einer der beiden Pianisten kommt dann doch ins Schwitzen. Die beiden Nancarrow-Transkriptionen halte ich für besser, weil farbiger als die Originale für Player Piano. Endlich verstehe ich das Zeug! Dann natürlich der doppelte John Adams, zwei Werke aus seiner späteren Phase, verständliche Musik, aber nicht neoromantisch, schon gar nicht minimalistisch und gewiss nicht heiter (Steve Reich ist auch nie heiter, auch wenn es manchmal so scheint), obwohl der Tonfall eher leichter ist. "Gnarly Buttons", das Klarinettenkonzert, ist eine Mixtur aus allem möglichen und doch kein Wechselbad. Verschiedene Stile oder Andeutungen sind hier eingedampft, als Polystilistik darf man sich das trotzdem nicht vorstellen. Nachvollziehbare Musik, die trotzdem Gewicht hat, wenngleich ich jetzt nicht sagen würde, dass man eine Bildungslücke hätte, wenn man es nicht kennt. Beim "Chamber Concerto" vermag ich den Bezug zu Schönberg, von der Besetzung einmal abgesehen, nicht zu erkennen. Zu Carl Stalling oder Scott Bradley schon eher, doch im Grunde schafft Adams aus diesen Bezügen etwas anderes. Für Menschen mit Bedenken gegenüber Neue Musik ist das "Chamber Concerto" durchaus gewöhnungsbedürftig, und auch wenn der letzte Satz "Road Runner" heißt, denkt man nicht unbedingt gleich an Zeichentrick-Vorabende aus der Kindheit. Ansonsten ist das Konzert sehr gut gefilmt, die Einstellungen passen, der Schnitt ist einwandfrei, der Ton lässt keine Wünsche offen. Das Erleben ist ein anderes, wenn man die Musiker beim Töneerzeugen anschauen kann. Man verfolgt das intensiver, hört es nicht nebenbei. Dafür würde ich eine CD natürlich öfter einlegen.低価格化,ランキングtop5,送料無料John Adams: A Portrait and a Concert of American Music [DVD] [Import]